Customer Stories, Energieeffizienz, Energiemärkte, Fördermittel, Gesetzgebung, Nachhaltigkeit
Customer Story:
Kleeblatt Pflegeheime gGmbH
Die Kleeblatt Pflegeheime gGmbH ist eine gemeinnützige Organisation im Landkreis Ludwigsburg, die seit 1989 im Bereich der Pflege tätig ist. Mit etwa 1.200 Mitarbeitenden betreut das Unternehmen pflegebedürftige Menschen an 30 Standorten. Das Angebot umfasst Dauer-, Kurzzeit und Tagespflege sowie betreutes Wohnen und ambulante Pflegedienstleistungen. Die Kleeblatt Pflegeheime gGmbH setzt auf innovative Lösungen, um die Pflegequalität kontinuierlich zu verbessern und den Bedürfnissen der Bewohner
gerecht zu werden.
Der 24/7-Betrieb ist in der Pflege standardmäßig gegeben. Heizung, Warmwasser, Beleuchtung, Küche und Wäscherei laufen unabhängig von Jahreszeit oder Tageszeit. Das macht Energie auch zu einem relevanten Kostenthema. Gleichzeitig erschwert die dezentrale Struktur mit 30 Einrichtungen unterschiedlicher Größe, Baujahr und Eigentümerstruktur eine einheitliche Steuerung erheblich. In den meisten Fällen sind die Kleeblatt-Pflegeheime nicht alleinige Eigentümer der genutzten Immobilien, was Möglichkeiten zur energetischen Nachrüstung strukturell einschränkt.
Hinzu kommt eine unbeständige Förderlandschaft: Förderprogramme im Energiebereich unterliegen häufigen Änderungen, was eine verlässliche mittel- und langfristige Investitionsplanung für Einrichtungen wie die Kleeblatt-Pflegeheime erschwert. Vor diesem Hintergrund setzt das Unternehmen auf schrittweise umsetzbare Maßnahmen: Die Beleuchtung wird in allen Häusern auf LED umgestellt. Wo immer möglich, wird Fernwärme als Wärmeversorgung als vergleichsweise stabile und meist emissionsärmere Alternative zu fossil betriebenen Einzelheizungen bevorzugt. Der Fuhrpark wird sukzessive elektrifiziert, der ambulante Dienst fährt bereits zu etwa 50 % elektrisch.
Einen konkreten Schritt in Richtung eigener Energieerzeugung stellen die neuen Photovoltaikanlagen in Oberstenfeld und Freudental dar, die seit Anfang 2026 in Betrieb sind. In Oberstenfeld erzeugt eine Anlage mit 29,82 kWp rund 31.500 kWh Strom pro Jahr, bei einer Eigenverbrauchsquote von etwa 94 Prozent und einer CO₂-Einsparung von rund 21,8 Tonnen jährlich. In Freudental leistet eine größere Anlage mit 64,97 kWp rund 68.000 kWh pro Jahr, bei einer Eigenverbrauchsquote von knapp 68 Prozent und einer jährlichen CO₂-Ersparnis von rund 46,9 Tonnen. Beide Anlagen amortisieren sich voraussichtlich in circa vier Jahren.
„Die Zahlen belegen, dass Investitionen in eigene Energieerzeugung nicht nur ökologisch sinnvoll sind, sondern sich auch wirtschaftlich tragen können.“
Stefan Ebert, Geschäftsführer
Kleeblatt Pflegeheime gGmbH