Customer Stories, Energieeffizienz, Energiemärkte, Fördermittel, Gesetzgebung, Nachhaltigkeit
Customer Story:
Sämann Stein- und Kieswerke GmbH & Co. KG
Bei der Gewinnung von Naturstein, Sand und Kies spielt der Energieeinsatz eine zentrale Rolle, sowohl für die Wirtschaftlichkeit als auch für die ökologische Bilanz. Die Förderung im Tagebau, der Einsatz von Maschinen wie Baggern, Radladern oder Schwimmbaggern sowie die nachgelagerte Aufbereitung durch Brechen, Waschen und Sieben sind energieintensive Prozesse.
Um den Energiebedarf und die CO₂-Emissionen so gering wie möglich zu halten, setzt die Sämann Stein- und Kieswerke GmbH & Co. KG auf effiziente Maschinen, optimierte Transportwege und eine nachhaltige Logistik. Der Grundgedanke: Jeder eingesparte Liter Diesel und jede Kilowattstunde weniger Verbrauch ist ein Schritt hin zu mehr
Nachhaltigkeit und langfristig ein betriebswirtschaftlicher Vorteil.
Das Thema Energieeffizienz ist für Sämann kein kurzfristiger Trend, sondern seit Jahren fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Bereits 2011 errichtete das Unternehmen auf renaturierten Flächen im Steinbruch Illingen einen Solarpark mit 1,5 MWp Leistung, der vollständig nach EEG einspeist und Strom für rund 500 Haushalte erzeugt.
Angesichts steigender Stromkosten und Fragen der Versorgungssicherheit, insbesondere seit dem Konflikt in Osteuropa, wurde der Solarpark um weitere 1,5 MW erweitert. Zudem werden das Wiegehaus, die Werkstatt und die Betriebsgebäude mittels Wärmepumpe beheizt und gekühlt.
Ein Solarpark dieser Größe spart jährlich rund 525 bis 565 Tonnen CO₂ ein. Eine deutliche Entlastung für Klima und Umwelt. Das Engagement zeigt: Wirtschaftliches Handeln und ökologische Verantwortung schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich sinnvoll.
Mit Blick auf die Energiewende rechnet die Sämann Stein- und Kieswerke GmbH & Co. KG mit weitreichenden Veränderungen. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Strommix auf 80 % steigen. Das bringt einerseits Chancen durch grünere Energiequellen, andererseits Herausforderungen durch volatile Preise und wachsende Anforderungen an Energieeinkauf und Eigenversorgung. Um sich langfristig unabhängig aufzustellen, arbeitet das Unternehmen derzeit gemeinsam mit zwei Bürgerenergiegenossenschaften an einem ambitionierten Projekt: einem schwimmenden PV-Park mit rund 7 MW Leistung.
Die Genehmigungsprozesse gestalten sich dabei komplex – doch das Ziel ist klar: eine nachhaltige Energiezukunft auf Basis regionaler Wertschöpfung.
Empfehlung an Unternehmen
„Erzeugen Sie erneuerbare Energie dort, wo es möglich ist, oder beziehen Sie Solarstrom über ein Power Purchase Agreement (PPA), wenn am Standort keine eigene Erzeugung realisierbar ist. Denn wer heute in nachhaltige Energie investiert, senkt nicht nur Kosten, sondern sichert sich auch Wettbewerbsvorteile und leistet einen aktiven Beitrag zur Energiewende.“
Jochen Sämann, Geschäftsführer
Sämann Stein- und Kieswerke GmbH & Co. KG.