WME Marktinformation - Juni
Entwicklung der Großhandelspreise für Strom an der EEX
(Schlusskurs Peak EEX GERMAN POWER FUTURE – Stand: KW 22, 29.05.2026)
Entwicklung der Großhandelspreise für Gas
(Schlusskurs EEX THE NATURAL GAS FUTURE – Stand: KW 22, 29.05.2026)
Preis in €/MWh Entwicklung zur KW 14 (28.04.2026)
| Lieferjahre | Preis in €/MWh | |
|---|---|---|
| 2027: | 98,49 | ⬆️ |
| 2028: | 86,37 | ⬆️ |
| 2029: | 80,44 | ⬆️ |
| 2030: | 77,95 | ⬆️ |
Preis in €/MWh Entwicklung zur KW 14 (28.04.2026)
| Lieferjahre | Preis in €/MWh | |
|---|---|---|
| 2027 | 38,483 | ⬆️ |
| 2028: | 29,887 | ⬆️ |
| 2029: | 25,969 | ⬆️ |
| 2030: | 24,207 | ⬇️ |
Terminmarkt
Strom
Der Stromterminmarkt zeigte sich im Mai insgesamt uneinheitlich. Zu Monatsbeginn überwog zunächst eine schwächere Tendenz, bevor sich im weiteren Verlauf eine zwischenzeitliche Aufwärtsbewegung etablierte. Gegen Monatsende kam es jedoch erneut zu einer leichten Korrekturbewegung.
Ausschlaggebend für die Preisentwicklung waren vor allem die starken Impulse aus dem vorgelagerten Energiekomplex sowie die anhaltend hohe Bedeutung geopolitischer Faktoren. Insbesondere die Entwicklungen im Nahen Osten und die Unsicherheiten rund um den Iran-Konflikt führten zu einer erhöhten Volatilität und wechselnden Risikoprämien im Markt. Zwischenzeitlich sorgten steigende Öl- und Gaspreise für eine Aufwärtsbewegung am Stromterminmarkt, ehe Hoffnungen auf eine mögliche Entspannung der geopolitischen Lage sowie fallende Energiepreise wieder preisdämpfend wirkten.
Das Frontjahr reagierte erneut am sensibelsten auf diese Entwicklungen und zeigte die größten Ausschläge. Die Folgejahre folgten dem Trend mit geringerer Dynamik. Insgesamt bleibt die Terminstruktur stabil, wobei sich im Monatsverlauf kein klarer nachhaltiger Trend etablieren konnte. Preisniveau wieder attraktivere Einstiegszeitpunkte für langfristige Beschaffungsstrategien eröffnet.
EEX GERMAN POWER FUTURE, Peak[€/MWh]
| Future | Cal-27 | Cal-28 | Cal-29 | Cal-30 | Cal-31 |
|---|---|---|---|---|---|
| 28.04.2026 | 95,95 | 85,34 | 79,97 | 76,76 | 76,28 |
| 29.05.2026 | 98,49 | 86,37 | 80,44 | 77,95 | 74,95 |
| Veränderung (prozentual) | +2,58 % | +1,19 % | +0,58 % | +1,53 % | -1,77 % |
Gas
Am Gas-Terminmarkt zeigte sich im Mai zunächst eine schwächere Entwicklung, bevor im Monatsverlauf eine zwischenzeitliche Aufwärtsbewegung einsetzte und die Preise zum Monatsende erneut nachgaben.
Zu Beginn belasteten vor allem gedämpfte Nachfrage sowie saisonal bedingt mildere Temperaturen die Preisentwicklung. Gleichzeitig reduzierte eine hohe Einspeisung erneuerbarer Energien den Gasbedarf in der Stromerzeugung. Im weiteren Verlauf gewannen jedoch geopolitische Faktoren deutlich an Einfluss. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus sowie Risiken im globalen LNG-Angebot führten zu steigenden Risikoprämien und temporär höheren Preisen. Gegen Monatsende kam es infolge von Hoffnungen auf eine mögliche Entspannung im Iran-Konflikt sowie fallender Ölpreise wieder zu einer spürbaren Korrektur.
Zusätzlich blieb die Versorgungssituation ein zentrales Thema: Die weiterhin unterdurchschnittlichen Speicherfüllstände erhöhten den Druck auf den Markt, ausreichende Einspeiseanreize zu schaffen, konnten jedoch keine nachhaltige Preissteigerung sichern.
Gasspeicher-Füllstand am 29.05.2026: 31,00 % – Veränderung zum Vorberichtszeitpunkt: +20,42 % (28.04.2026)
EEX THE EGSI Natural Gas Future [€/MWh]
| Future | Cal-27 | Cal-28 | Cal-29 | Cal-30 | Cal-31 |
|---|---|---|---|---|---|
| 28.04.2026 | 38,148 | 29,862 | 25,499 | 24,438 | 24,364 |
| 29.05.2026 | 38,483 | 29,887 | 25,969 | 24,207 | 24,658 |
| Veränderung (prozentual) | +0,87 % | +0,08 % | +1,81 % | -0,95 % | +1,19 % |
Spotmarkt
Strom
Der Strom-Spotmarkt zeigte sich im Mai weiterhin hochvolatil und stark von der Einspeisung erneuerbarer Energien geprägt.
Phasen mit hoher Solar- und Windeinspeisung führten mehrfach zu deutlich sinkenden Preisen bis hin zu negativen Stundenwerten. Insbesondere an Wochenenden und Feiertagen wurden erneut negative Preise beobachtet. Im Gegenzug kam es bei geringerer erneuerbarer Erzeugung sowie in Lastspitzen zu deutlichen Preisanstiegen. Die Bandbreite zwischen sehr niedrigen und hohen Preisen blieb entsprechend groß.
Diese Entwicklung verdeutlicht weiterhin die starke Abhängigkeit des Spotmarktes von kurzfristigen Wetter- und Nachfrageeffekten. Erneuerbare Energien bleiben der dominierende Einflussfaktor, während konventionelle Kraftwerke vor allem in Knappheitssituationen preissetzend wirken.
EPEX Spot [€/MWh]
| Future | April/Mai |
|---|---|
| 28.04.2026 | 78,74 |
| 29.05.2026 | 98,20 |
| Veränderung (prozentual) | +19,82% |
Gas
Am Gas-Spotmarkt zeigte sich im Mai eine überwiegend stabile bis seitwärts gerichtete Entwicklung mit leichter Volatilität im Monatsverlauf.
Nach dem Ende der Heizperiode wirkte die saisonal geringe Nachfrage zunächst preisdämpfend. Gleichzeitig gewann die Einspeicherung in die Gasspeicher an Bedeutung, wenngleich diese langsamer als üblich voranschritt. Im Monatsverlauf sorgten geopolitische Risiken sowie Unsicherheiten im globalen LNG-Angebot immer wieder für kurzfristige Preisimpulse. Gleichzeitig verhinderten Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten stärkere Preisanstiege.
In der Gesamtbetrachtung bewegte sich der Spotmarkt in einem Spannungsfeld aus schwacher Nachfrage, geopolitischen Risiken und stabiler Versorgungslage.
EPEX Spot [€/MWh]
| Future | April/Mai |
|---|---|
| 28.04.2026 | 46,08 |
| 29.05.2026 | 47,47 |
| Veränderung (prozentual) | +2,93 % |
Marktumfeld
CO2-Emissionshandel
Der CO₂-Markt zeigte sich im Mai überwiegend seitwärts gerichtet mit einer leicht festeren Tendenz.
Während eine hohe Einspeisung erneuerbarer Energien sowie eine gedämpfte industrielle Nachfrage zunächst belastend wirkten, sorgten steigende Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten zeitweise für Unterstützung. Zusätzlich prägten regulatorische Erwartungen weiterhin das Marktgeschehen. Diskussionen rund um mögliche Anpassungen des EU-Emissionshandels sowie politische Unsicherheiten führten zu einer insgesamt abwartenden Marktstimmung.
Insgesamt bleibt der CO₂-Markt eng an die Entwicklungen im Energiesektor gekoppelt und reagiert sensibel auf makroökonomische sowie politische Impulse.
Kohle und Erdöl
Am Kohlemarkt zeigte sich im Mai eine seitwärts gerichtete bis leicht schwächere Entwicklung. Eine rückläufige Nachfrage bei gleichzeitig ausreichendem Angebot wirkte preisdämpfend, während geopolitische Risiken potenziell unterstützende Impulse lieferten.
Am Ölmarkt hingegen dominierte weiterhin eine hohe Volatilität. Die Preisentwicklung war stark von den geopolitischen Ereignissen im Nahen Osten geprägt. Zwischenzeitliche Hoffnungen auf ein mögliches Abkommen im Iran-Konflikt führten zu deutlichen Preisrückgängen, während erneute militärische Spannungen die Preise wieder steigen ließen.
Insgesamt bleibt der Energiemarkt im Mai stark geopolitisch getrieben. Kurzfristige Nachrichtenlagen beeinflussen weiterhin maßgeblich die Preisentwicklung, während fundamentale Angebots- und Nachfragefaktoren eine stabilisierende Rolle einnehmen.
Marktwerte
| 2025/2026 | Januar 2026 | Februar 2026 | März 2026 | April 2026 |
|---|---|---|---|---|
| Solar | 11,019 ct/kWh | 7,717 ct/kWh | 5,455 ct/kWh | 1,317 ct/kWh |
| Wind (Onshore) | 9,536 ct/kWh | 8,723 ct/kWh | 7,537 ct/kWh | 6,066 ct/kWh |
| EU-ETS - EEX - EUA Future [€/t] | Kohle – ICE – Coal API2 [$/t] | Erdöl - ICE - Brent Crude [$/bbl] | |
|---|---|---|---|
| Future | Dec-26 | Mai-26 | Dec-26 |
| 28.04.2026 | 75,13 | 119,35 | 86,45 |
| 29.05.2026 | 80,17 | 127,90 | 85,81 |
| Veränderung (prozentual) | +6,28% | +6,68% | -0,75% |
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